Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Hessen e.V.

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Landesdelegiertenversammlung 2019 – Verbandsarbeit unter dem Bergfried

Der Abendempfang vor der Delegiertenversammlung fand auf der Terrasse gegenüber des beleuchteten Bergfriedes der Burg Gleiberg statt

Hauptgeschäftsführer Julius Wagner, Vizepräsident Herwig Leuk und Präsident Gerald Kink freuten sich über das inhaltlich starke Grußwort von Landrätin Anita Schneider

Im Rittersaal des Nassauer Baus absolvierten die knapp 60 Delegierten ihr Arbeitsprogramm

Gestern fand die Landesdelegiertenversammlung des DEHOGA Hessen auf der Burg Gleiberg im mittelhessischen Wettenberg statt. Am Vorabend empfing Gastgeber Axel Horn viele seiner Kollegen bereits bei bestem Wetter zu einer Küchen- und Grillparty auf der Terrasse seines Betriebes mit tollem Blick auf den beleuchteten Bergfried.

Über dessen Geschichte sowie die bis ins Jahr 1882 zurückreichende gastronomische Tradition des Burggeländes berichtete der Wettenberger Ehrenbürgermeister Gerhard Schmidt den knapp 60 Delegierten zur Begrüßung, bevor die Funktionsträger des Verbandes mit ihrem Tagungsprogramm begannen.

DEHOGA-Hessen-Präsident Gerald Kink mahnte die Delegierten und alle Mitglieder in seinem Bericht zur Lage des Verbandes, gelegentliches Klein-Klein und langweilende Binnenkritik zu beenden und die gemeinsame Kraft noch stärker auf die DNA des DEHOGA Hessen zu fokussieren, die Lobby-Arbeit für unsere gesamte Branche.

Kink bezeichnete das zurückliegende Verbandsjahr als besonders herausfordernd, aber auch bereichernd, weil Projekte wie „Die 50 besten Dorfgasthäuser in Hessen“ und neue Themen wie der Hygienepranger „Topf Secret“ gezeigt hätten, dass frische Ideen und entschlossenes Handeln im Interesse der Mitgliedsbetriebe positive Wahrnehmung der Verbandsarbeit schaffen und konkrete politische oder rechtliche Wirkungen entfalten können.

Mit großer Einmütigkeit billigten die Landesdelegierten den Verbandsetat 2019 und erteilten Vorstand und Geschäftsführung einstimmig die Entlastung für das vergangene Jahr.

In ihrem Grußwort vor der Mittagspause rief Anita Schneider, die Landrätin des Landkreises Gießen, zur Stärkung der dualen Ausbildung auf und bezeichnete eine Karriere auch in den gastronomischen Berufen als echte Alternative zum Studium, die jedoch in den Köpfen vieler Eltern und Schüler noch nicht so präsent sei. Sie ermutigte die Mitglieder des DEHOGA Hessen, sich hier für den notwendigen Bewusstseinswandel einzusetzen und damit auch einen Beitrag für die Fachkräftesicherung der Zukunft zu leisten.

DEHOGA-Hessen-Hauptgeschäftsführer Julius Wagner skizzierte den Delegierten erste Überlegungen zur Fortsetzung und Weiterentwicklung des Wettbewerbes „Die 50 besten Dorfgasthäuser“ und erläuterte den aktuellen Sachstand zur Auseinandersetzung um den umstrittenen Internethygienepranger „Topf Secret“, bei der mit Unterstützung des Verbandes derzeit 17 Verfahren von Mitgliedsbetrieben des DEHOGA Hessen laufen.

Bei der Präsentation der Frankfurter Imageinitiative „Coole Branche“ konnte Eduard M. Singer, Vorsitzender des DEHOGA-Kreisverbandes Frankfurt am Main, berichten, dass die Stadt Frankfurt aus dem Tourismusbeitragsaufkommen 130.000 EUR für die Umsetzung und Professionalisierung des Projektes bereitstellt.

Eine Nachricht, die bei den Delegierten aus allen hessischen Landesteilen für große Freude sorgte und als Beleg dafür dienen kann, dass engagierte Lobbyarbeit sich manchmal sehr konkret auszahlen kann.