Wichtiger Meilenstein für die Frankfurter Hotellerie und Gastronomie
„Coole Branche Partner-Verbände“ begrüßen die starke Verankerung ihrer Kernforderungen im neuen Koalitionsvertrag
Frankfurt am Main, Juni 2026 – Die Verbände der Frankfurter Hotellerie und Gastronomie – der DEHOGA Hessen (Kreisverband Frankfurt am Main), die Initiative Gastronomie Frankfurt (IGF) und die Frankfurt Hotel Alliance (FHA) – ziehen nach der Vorstellung des Koalitionsvertrages für die Jahre 2026–2031 eine positive Zwischenbilanz. In einem gemeinsamen Forderungspapier hatten die Verbände im April prägnante Leitlinien für die Zukunft der Branche formuliert. Ein Abgleich mit dem finalen Vertragswerk von CDU, Grünen, SPD und Volt zeigt: Die Politik hat die immense Bedeutung des Tourismus und des Gastgewerbes als zentraler Wirtschaftsmotor und Taktgeber für die Lebensqualität der Mainmetropole erkannt und wesentliche Kernforderungen direkt verankert.
Große Übereinstimmung bei den strategischen Weichenstellungen
Die Coole Branche – Vertreter/innen zeigen sich erfreut über das klare Bekenntnis der neuen Koalition zu den zentralen Zukunftsthemen des Tourismus-, MICE- und Gastronomie-standorts Frankfurt:
- Keine Verpackungssteuer und Erleichterungen für Betriebe: Besonders erleichtert zeigt sich die Branche über das klare Nein zu zusätzlichen finanziellen Bürden. Der Koalitionsvertrag erteilt der Verpackungssteuer eine Absage und setzt stattdessen auf kooperative Lösungen mit den Betrieben. Zudem sollen bürokratische Hürden wie die Sondernutzungssatzung zugunsten von mehr Gestaltungsspielraum überarbeitet werden.
- Belebung der Abendstunden und Nutzung öffentlicher Räume: Die Forderung nach einer erweiterten Nutzung öffentlicher Flächen und flexibleren Zeiten findet sich im Vertrag wieder. Geplant sind Pilotprojekte für längere Öffnungszeiten der Außengastronomie am Wochenende und in den Sommermonaten sowie die gezielte Förderung gastronomischer Angebote zur Steigerung der Aufenthaltsqualität.
- Stärkung von Tourismus, Stadtmarke und MICE-Sektor: Der Koalitionsvertrag greift die Forderung nach einer international konkurrenzfähigen, agenturgestützten Neuausrichtung der Marke Frankfurt auf, um den Tourismus und die Sichtbarkeit als Wirtschafts- und Lebensstandort neu zu definieren. Auch die forcierte Akquise im Kongress- und Messegeschäft (MICE) sind fest verankert.
- Sicherheit und Sauberkeit mit Fokus auf das Bahnhofsviertel: Die Verbände begrüßen die weitreichenden Beschlüsse zur sichtbaren Verbesserung der Aufenthaltsqualität, darunter die Aufstockung der Stadtpolizei, ein Masterplan Sicherheit und die Verstetigung des Koordinierungsbüros im Bahnhofsviertel.
- Wirtschaftsförderung und Leerstandsmanagement: Die Einführung eines Leerstandskatasters durch die Wirtschaftsförderung zur Erfassung und Entwicklung ungenutzter Gewerbeflächen deckt sich eins zu eins mit den Branchenforderungen.
- Entbürokratisierung und Fachkräftesicherung: Die Digitalisierung und Beschleunigung der Verfahren im Frankfurt Immigration Office (FIO) sowie die Schaffung von Azubi-Wohnheimen und Mitarbeiterwohnungen (u.a. durch die Gründung eines Azubi-Werks) spiegeln die drängenden Anliegen zur Personalsicherung wider.
- Fokus auf lokale und regionale Betriebe: Das Vorhaben, städtische Ausschreibungen so zu gestalten, dass lokale Unternehmen und regionale Lebensmittel bevorzugt zum Zuge kommen, wird von den Verbänden ausdrücklich begrüßt.
Robert Mangold, Präsident DEHOGA Hessen und Vorsitzender DEHOGA Hessen, KV Frankfurt am Main e.V.: „Dass die Koalitionäre die Einführung einer Verpackungssteuer explizit ausschließen und stattdessen den partnerschaftlichen Weg wählen, ist ein starkes und notwendiges Signal für den Wirtschaftsstandort. Ebenso zukunftsweisend ist die im Vertrag verankerte Stärkung des Stadtmarketings und die Neuausrichtung der Stadtmarke, die wir dringend für eine erfolgreiche Vermarktung brauchen. Unsere Betriebe brauchen in diesen herausfordernden Zeiten Entlastung und Flexibilität statt neuer Bürokratie. Die geplanten Erleichterungen bei den Außengastronomie-Zeiten im Sommer zeigen, dass die Politik verstanden hat, wie moderne, lebendige Stadtteilkultur funktioniert.“
Lena Iyigün, Vorsitzende Initiative Gastronomie Frankfurt e.V.: „Unsere Forderung nach einer kuratierten Belebung des öffentlichen Raums und der Abendstunden wurde im Koalitionsvertrag direkt erhört. Ob längere Gastro-Zeiten, die Aufwertung der Zeil oder die gezielte Einbindung von Gastronomie zur Steigerung der Sicherheit an neuralgischen Punkten – all das schafft die dringend benötigte Aufenthaltsqualität. Wir danken den verhandelnden Parteien, dass sie unsere Vision einer weltoffenen, pulsierenden ErlebnisCity teilen.“
Peter Reischl, Präsidium Frankfurt Hotel Alliance e.V.: „Die agenturgestützte Neuausrichtung der Stadtmarke und die forcierte MICE-Akquise sind das Fundament, das wir für die Zukunft des Tourismusstandorts dringend brauchen. Dass diese Punkte so klar im Koalitionsvertrag verankert wurden, ist ein starkes Signal. Aber wir wissen auch: Ein Koalitionsvertrag ist der Startschuss, nicht das Ziel. Die echte Arbeit beginnt jetzt bei der Umsetzung – und hier stehen wir der Politik als erfahrener Partner tatkräftig zur Seite.“
Die Coolen-Branche Partnerverbände DEHOGA Frankfurt, IGF und FHA betonen, dass die Verankerung der Kernforderungen im Koalitionsvertrag sicherstellt, dass die bisherige erfolgreiche Arbeit im Tourismus nahtlos fortgesetzt und strategisch weiterentwickelt werden kann. Gleichzeitig steht nun die arbeitsintensive Phase der Realisierung an, da sich die ambitionierten Ziele des Vertrags nur durch kontinuierliche Anstrengungen im Alltag mit Leben füllen lassen.
Um diese Aufgaben anzupacken, stehen die Branchenvertreter jederzeit bereit, die Politik tatkräftig zu unterstützen und im engen Schulterschluss an der praktischen Umsetzung mitzuwirken. Die Verbände setzen dabei auf eine Fortführung der bewährten Partnerschaft – sei es bei der Ausgestaltung der geschärften Stadtmarke, der Optimierung von Baustellenprozessen oder den angekündigten Dialogformaten.
Pressekontakt und Rückfragen:
- DEHOGA Hessen e.V., KV Frankfurt am Main | E-Mail: frankfurt@dehoga-hessen.de
- Initiative Gastronomie Frankfurt e.V. | E-Mail: mvg@initiative-gastronomie.de
- Frankfurt Hotel Alliance e.V. | E-Mail: info@frankfurt-hotel-alliance.com
-Ende der Pressemitteilung-