Neuer GEMA-Tarif ab 1. April 2013 für Vervielfältigungen – viele Veranstalter werden entlastet

Eine gute Nachricht für tausende Musikveranstalter: Sie müssen zukünftig weniger GEMA-Gebühren zahlen, da der so genannte Vervielfältigungszuschlag wegfällt beziehungsweise sich die Gebühren nach dem neuen Tarif VR-Ö deutlich vergünstigen. Die bisherigen GEMA-Vervielfältigungstarife VR-T-G und MU III 1c werden zum 31. März 2013 aufgehoben.

Berlin, 14. März 2013. „Musikveranstalter, Einzelhändler, Gastronomen, Hoteliers, Musikkneipeninhaber, Clubbetreiber und Discothekenunternehmer werden zum Teil nicht unerheblich entlastet“, freut sich Ernst Fischer, DEHOGA-Präsident und Vorsitzender der Bundesvereinigung der Musikveranstalter. 

Bisher verlangte die GEMA von Musiknutzern einen Zuschlag von 50 Prozent (bzw. 30 Prozent in Discotheken) vom jeweiligen Wiedergabetarif, wenn bei der Musikwiedergabe (z.B. als Hintergrundmusik, auf Veranstaltungen, in Musikkneipen, Clubs/Discotheken) selbst vervielfältigte Musikwerke mittels Tonträger/Laptop eingesetzt wurden.
 
Da jedoch die Veranstalter in vielen Fällen die Musik nicht vervielfältigen und überhaupt keine Musikdatenbank haben, sind sie im Sinne des Urheberrechtsgesetzes keine Hersteller der Vervielfältigungen und somit nicht Vergütungsschuldner.
 
Nachdem die Bundesvereinigung der Musikveranstalter das bisherige Abrechnungsmodell u.a. im noch anhängigen Schiedsstellenverfahren gegen die GEMA kritisiert und in Frage gestellt hatte, hebt die GEMA nun – auch auf Anregung der Aufsichtsbehörde – die in Rede stehenden Vervielfältigungstarife  zum 31. März 2013 auf.
 
Vergütungsschuldner dürften zukünftig grundsätzlich DJs, aber auch z.B. Musikveranstalter, Einzelhändler, Gastronomen etc. sein, wenn sie eigene Musikdatenbanken haben und urheberrechtsrelevante Vervielfältigungen vornehmen, um diese öffentlich wiederzugeben. 
 
Zusammen mit dem Berufsverband Discjockey (BVD) hat die Bundesvereinigung der Musikveranstalter mit der GEMA einen neuen, ab dem 1. April 2013 geltenden Tarif VR-Ö verhandelt. Dieser sieht eine Vergütung in Höhe von 0,13 Euro je vergütungspflichtige Vervielfältigung bzw. entsprechende Pauschalen (z.B. 50 Euro als Jahrespauschale je angefangene 500 Vervielfältigungsstücke) vor.
 
Verbandsmitglieder der Mitgliedsverbände der Bundesvereinigung der Musikveranstalter erhalten aufgrund des mit der GEMA abgeschlossenen Gesamtvertrages einen Gesamtvertragsnachlass in Höhe von 20 Prozent.
 
Es ist darauf hinzuweisen, dass auch die Verwertungsgesellschaft GVL bzw. die Tonträgerhersteller entsprechende Ansprüche auf eine Vergütung für Vervielfältigungen haben. Die Bundesvereinigung der Musikveranstalter befindet sich bereits in Tarifverhandlungen, ein Ergebnis konnte bisher nicht erzielt werden.

INFO-VERANSTALTUNGEN ZUM MINDESTLOHN

Seit dem 1. Januar 2015 ist das Mindestlohngesetz in Kraft. Damit gilt auch im Gastgewerbe der gesetzliche Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro sowie entsprechende und detailreiche weitere Regelungen, die Hoteliers und Gastronomen beachten müssen. Zwar sind nach wie vor einige wichtige Fragen nicht abschließend geklärt, doch die entscheidenden Aussagen für die betriebliche Praxis sind inzwischen getroffen worden. Um über die wichtigsten Fragen zur korrekten Umsetzung und in Hinblick auf kritische Aspekte aufzuklären lädt der DEHOGA Hessen Hoteliers, Gastronomen sowie Personalverantwortliche des Gastgewerbes zu Informationsveranstaltungen zum Mindestlohn ein.

Region Mittelhessen: Wetzlar
Montag, 23. Februar 2015 von 14.00 bis 17.00 Uhr 
Michel-Hotel Wetzlar, Bergstraße 41, 35578 Wetzlar

 

Um eine Anmeldung zur jeweiligen Info-VA unter Nennung des Ortes per Mail, FAX oder Telefon wird gebeten. 

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Fon 0611/99201-0, Fax 0611/99201-22

 

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